Das erste Hotel am Semmering war das Südbahnhotel, welches in seiner ursprünglichen Form im Jahr 1882 eröffnet wurde. Hier waren Franz Schönthaler sowie der Generaldirektor der K&K Südbahngesellschaft, Friedrich Schüller die treibenden Kräfte.
Ab dem Jahr 1883 entstanden mehrere Touristenhäuser am Wolfsbergkogel. Dies waren 2 Dependancen mit 34 bzw. 54 Zimmern. Zeitgleich wurde durch den Bauingenieur Josef Daum das K. u. k. Post- und Telegraphengebäude im Kurpark im Hotelpark der beiden Dependencen errichtet.
1888 errichtete der ehemalige Restaurantpächter des Südbahnhotels, Vinzenz Panhans ein kleines Hotel mit 44 Zimmern. Dies war die Geburtsstunde des Grand Hotel Panhans.
1889 wurde aufgrund des ständigen Platzmangels das ständig ausgebuchte Hotel die Hoteldependance Waldhof mit 50 Zimmern, welches 1893/94 nach einem Brand, von Josef Daum wieder aufgebaut wurde.
In den folgenden Jahren entstand ein Cottage-Boom im Semmering Gebiet und rund um das Sübahnhotel entstand eine Villenkolonie.
Ab etwa 1893 begann die Entwicklung des Wintersports am Semmering.
Victor Silberer war um die Jahrhundertwende eifriger Promoter des Semmerings und wurde mit dem Grand Hotel Erzherzog Johann (Erweiterung des alten Gastwirtshauses zum Grand Hotel in den Jahren 1898/99) der Konkurrent der Südbahn. Das wunderschöne und großzügige Silbererschlössl wurde 1893 fertig gestellt.
Kaiserin und Königin Elisabeth bewohnte im Juli 1892 eine Villa unweit des Südbahnhotels als auch in Küb und am Kreuzberg.
1899 fand das erste Autobergrennen am Semmering statt. In diesem Jahr wurde in Wien die 1. Automobilausstellung eröffnet.
Um 1900 zählten die großen Hotels (Südbahn, Panhans und Erzherzog Johann) am Semmering zu den führenden alpinen Rand Hotels, wohin es die noble Klientel selbst aus den entferntesten Ländern der Monarchie zog.
1901 bis 1903 wurde das Südbahnhotel erstmals erweitert. Die weiteren, maßgeblichen Erweiterungen waren in den Jahren 1908, 1912/13 und 1932.
1904 wurden in Mürzzuschlag die „Nordischen Spiele“ abgehalten, dem ersten Höhepunkt im Wintertourismus in Österreich mit Besuchern aus allen Kronländern. Zugleich fand auch eine große Wintersprotartikel-Ausstellung statt. Beides galt als Vorläufer der erst später eingeführten Winterolypmiade (erstmals in Chamonix 1924).
1907 entstand neben dem Hotel Erzherzog Joann ein Bob- und Rodelaufzug.
1907 bis 1909 wurde das Kurhaus gebaut am Wolfsbergkogel gebaut. Das Sanatorium galt als Gemeinschaftsprojekt des Kaiserlichen Rates. Man konnte dort Tennis und Golf spielen und neben dem Luft- und Sonnenbad im Freien Gymnastik treiben.
1912 wurde unweit des Hotel Erzherzog Johann eine Sprungschanze und darunter ein Eislaufplatz gebaut.
1913 entstand das letzte größere Hotel der früheren Tourismusperiode, das Hotel Palace auf der sogenannten Emmahöhe.
Knapp vor dem ersten Weltkrieg entschloss sich der rastlose Franz Panhans, der Neffe des 1905 verstorbenen Gründers Vinzenz. An den bisherigen Hotelbestand ein eigenständiges Luxushotel anzufügen.
Die formale Ortsgründung fand 1919 statt.
Quelle: Die Südbahn. Ihre Kurorte und Hotels, Mag. Désirée Vasko-Juhász, Böhlau Verlag GesmbH und Co. KG

